14. Mai 2005

Einsatz mobiler Blaulichtanlagen würde helfen — CDU informierte sich über die Einsatzpraxis der Notärzte im Kreis

Über die Ein­satz­be­din­gun­gen der lei­ten­den Not­ärz­te im Kreis Ahr­wei­ler infor­mier­ten sich jetzt Mit­glie­der der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on. Frak­ti­ons­chef Karl-Heinz Sund­hei­mer, sein Vize Gui­do Ernst MdL sowie Chris­tel Ripoll führ­ten dazu ein Gespräch mit dem Spre­cher der sechs lei­ten­den Not­ärz­te im Kreis, Dr. Peter Porz aus Brohl-Lützing. 

Die­ser infor­mier­te die Christ­de­mo­kra­ten über Auf­ga­ben und Arbeit der lei­ten­den Not­ärz­te bei grö­ße­ren Unfäl­len sowie bei Groß­ver­an­stal­tun­gen. Ein gro­ßes Pro­blem ist es sehr oft, schnell genug zum Ein­satz­ort zu kom­men. Der Ein­satz der lei­ten­den Not­ärz­te erfolgt ehren­amt­lich. Bis­lang ist es den lei­ten­den Not­ärz­ten in ihren PKW nicht gestat­tet, Blau­licht zu benut­zen. Dar­über hin­aus dür­fen sie in Rhein­­land-Pfalz auch bis­her kei­ne mobi­len Blau­licht­an­la­gen einsetzen.

Zustän­dig für die­se Fra­ge sind die Län­der. So ist in Bay­ern im letz­ten Jahr die Stra­­ßen­­ver­­­kehrs-Zulas­­sungs­­or­d­­nung ent­spre­chend geän­dert wor­den. Hel­fer vor Ort und Not­ärz­te dür­fen dort bei ihren Ein­sät­zen künf­tig Blau­licht und Mar­tins­horn ver­wen­den. Damit sol­len die Hel­fer durch den Ein­satz der Son­der­warn­ein­rich­tun­gen schnel­ler zum Ein­satz­ort kom­men kön­nen. Auch die mobi­len Dach­auf­set­zer, die Blau­licht und Mar­tins­horn in einem Gerät ver­ei­nen, dür­fen dor­ti­ge Hel­fer vor Ort (‘First Respon­der’) und lei­tend Not­ärz­te künf­tig mit einer Aus­nah­me­be­rech­ti­gung ver­wen­den. Dadurch kön­nen sie sich den teu­ren Ein­bau eines fest instal­lier­ten Mar­tins­horns, die Abnah­me durch den TÜV und die Kos­ten für den Wie­der­aus­bau vor dem Kfz-Ver­­­kauf spa­ren. Wich­tig ist, dass bei die­ser gesetz­li­chen Rege­lung der Ver­si­che­rungs­schutz gewähr­leis­tet ist.

‘Je eher wir am Scha­dens­ort sind und unse­re lei­ten­de Funk­ti­on begin­nen, umso grö­ßer sind die Chan­cen die vor Ort täti­gen Kol­le­gen zu unter­stüt­zen sowie die der Scha­dens­be­gren­zung’, beton­te auch Dr. Peter Porz die Not­wen­dig­keit die­ser Lösung für Rhein­­land-Pfalz. Die­ser Aspekt sei gera­de für den länd­li­chen Raum wich­tig, da dort kein so eng­ma­schi­ges Netz der ört­li­chen Ret­tungs­diens­te für den Trans­port der lei­ten­den Not­ärz­te wie in Groß­städ­ten exis­tiert. Die Christ­de­mo­kra­ten sag­ten zu, sich in die­sem Sin­ne zu ver­wen­den. Gui­do Ernst will die Fra­ge als Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter in Mainz auf­wer­fen. Karl-Heinz Sund­hei­mer sag­te zu, Land­rat Dr. Jür­gen Pföh­ler zu bit­ten, sich eben­falls bei der Lan­des­re­gie­rung in die­ser Fra­ge zu verwenden.