6. Mai 2005

Walter Wirz: Rheinland-Pfalz braucht ein funktionierendes Straßennetz — Haushaltsdebatte / Wirtschaft und Verkehr

Der wir­t­­schafts- und ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on, Wal­ter Wirz, macht in sei­ner Rede zum Ein­zel­plan ‘Wirt­schaft und Ver­kehr’ deut­lich, dass für das länd­lich struk­tu­rier­te Rhein­­land-Pfalz ein funk­tio­nie­ren­des Stra­ßen­netz exis­ten­ti­el­le Bedeu­tung habe. ‘Nicht nur mit Blick auf die vie­len Berufs­pend­ler, son­dern auch vor dem Hin­ter­grund der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung des Lan­des. Die­sem Anspruch wird die SPD/FDP-Lan­­des­­re­­gie­­rung jedoch in kei­ner Wei­se gerecht.’ Wirz beton­te, dass allein bei den Lan­des­stra­ßen ein Inves­ti­ti­ons­stau von rd. 560 Mil­lio­nen Euro ange­wach­sen sei. ‘Die Ergeb­nis­se die­ser ver­ant­wor­tungs­lo­sen Poli­tik kön­nen offen­sicht­li­cher nicht sein: Unse­re Stra­ßen ver­kom­men von Jahr zu Jahr zu Schotterpisten.’ 

Wal­ter Wirz: ‘Die von der Lan­des­re­gie­rung ursprüng­lich ein­mal für den Zeit­raum von 5 Jah­ren zu die­sem Zweck vor­ge­se­he­ne soge­nann­te ‘Mobi­li­täts­mil­li­ar­de‘ wur­de dann auf­grund der desas­trö­sen Finanz­si­tua­ti­on des Lan­des so gestreckt, dass sie in die­sem Kon­text nur noch mar­gi­na­le Wir­kung zeigt. Von Ver­bes­se­rung des Lan­des­stra­ßen­net­zes kann kei­ne Rede sein. Die Lan­des­stra­ßen wer­den allen­falls zum Reparaturfaktor.’ 

Als ‘gutes Bei­spiel’ für die unse­riö­se Haus­halts­po­li­tik der Regie­rung Beck bezeich­ne­te Wirz die Ent­wick­lung beim Lan­des­be­trieb Stra­ßen und Ver­kehr (LSV). ‘Aus einer sinn­vol­len Idee wur­de ein Schul­den­ne­ben­topf, der die wah­re Ver­schul­dung des Lan­des Rhein­­land-Pfalz ver­schlei­ern soll. Ob Per­­so­­nal- oder Ver­wal­tungs­kos­ten – alles wird über Kre­di­te finan­ziert.’ Wirz for­dert ein betriebs­wirt­schaft­li­ches Ent­wick­lungs­kon­zept für den LSV, in dem prä­zi­se erklärt ist, wel­che Auf­ga­ben der Betrei­ber sel­ber wahr­nimmt, wel­che Leis­tun­gen ein­ge­kauft wer­den und wel­ches Per­­so­­nal- und Orga­ni­sa­ti­ons­kon­zept zugrun­de gelegt wird.