6. Mai 2005

Versicherungsschutz für bürgerschaftlich Engagierte wird verbessert — Wilhelm Josef Sebastian informiert

Wie der CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Wil­helm Josef Sebas­ti­an mit­teil­te, hat der Deut­sche Bun­des­tag mit Zustim­mung aller Frak­tio­nen jetzt das Gesetz zur ‘Ver­bes­se­rung des unfall­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Schut­zes bür­ger­schaft­lich Enga­gier­ter und wei­te­rer Per­so­nen’ beschlos­sen. Damit kommt das Par­la­ment dem Auf­trag der Enquete­kom­mis­si­on ‘Zukunft des Bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments’, nach, den Ver­si­che­rungs­schutz für ehren­amt­lich Täti­ge zu ver­bes­sern, erklär­te Sebas­ti­an. So sei­en zukünf­tig etwa ehren­amt­lich täti­ge Ver­eins­vor­stän­de, ehren­amt­li­che Hel­fer in Ret­tungs­un­ter­neh­men oder bür­ger­schaft­lich Enga­gier­te in pri­vat­recht­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen im Auf­trag oder Zustim­mung von öffent­lich recht­li­chen Insti­tu­tio­nen bes­ser gegen die Risi­ken eines Unfalls abge­si­chert. Die Kos­ten sind von den Ver­si­cher­ten, den Ver­ei­nen oder Orga­ni­sa­tio­nen zu tra­gen. Nach vor­läu­fi­gen Schät­zun­gen wer­den sie sich pro Ver­si­cher­ten auf 2 – 3 Euro pro Jahr belau­fen. ‘Dies sei, der CDU-Par­la­­men­­ta­­ri­er, im Ver­hält­nis zur der dadurch erlang­ten Absi­che­rung gegen Unfäl­le ein durch­aus zu ver­tre­ten­der Aufwand.’

Es gehe hier nicht um Vol­l­­­kas­­ko-Men­­ta­­li­­tät. Aber Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die sich für die Gemein­schaft enga­gie­ren, müs­sen wis­sen, dass sie sich im Fal­le eines Unfalls auch auf die Gemein­schaft ver­las­sen kön­nen, für die sie sich ein­ge­setzt haben. Wil­helm Josef Sebas­ti­an weist dar­auf hin, dass bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment häu­fig mit Risi­ken ver­bun­den sei, deren sich der Ein­zel­ne, aber auch Ver­ei­ne und Orga­ni­sa­tio­nen nicht hin­rei­chend bewusst sind. Pri­va­te Ver­si­che­run­gen, dies hat sich in der Ver­gan­gen­heit gezeigt, decken nicht alle Risi­ken ab. Meh­re­re Bun­des­län­der haben des­halb mit der Ver­si­che­rungs­wirt­schaft Rah­men­ver­ein­ba­run­gen mit Ver­si­che­rungs­trä­gern geschlos­sen, um weit­ge­hend Ver­si­che­rungs­schutz für ehren­amt­lich Täti­ge zu errei­chen. Das jetzt ver­ab­schie­de­te Gesetz erwei­tert den Per­so­nen­kreis und bringt zusätz­li­che Leis­tun­gen. Die Pra­xis wird zei­gen, wo noch Defi­zi­te auf­tre­ten, wel­che Per­so­nen­grup­pen noch nicht erfasst sind, wo vom Gesetz­ge­ber noch Maß­nah­men zu ergrei­fen sind.

‘Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind bereit, sich in und für unser Gemein­we­sen ein­zu­set­zen. Sie wis­sen, eine frei­heit­li­che demo­kra­ti­sche Wer­te­ge­mein­schaft lebt vom ihrem Enga­ge­ment. Wir wer­den mehr bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment nur errei­chen, wenn wir die Rah­men­be­din­gun­gen für Enga­ge­ment ver­bes­sern’ erklärt Wil­helm Josef Sebas­ti­an, ‘dem Ver­si­che­rungs­schutz kom­me dabei eine gro­ße Bedeu­tung zu.’