6. Mai 2005

Thema bei den Haushaltsberatungen im Land — Fragwürdige Kreditfinanzierung auf dem Prüfstand

Eine Kre­dit­fi­nan­zie­rung von Per­­so­­nal- und Ver­wal­tungs­kos­ten beim Lan­des­be­trieb Stra­ßen und Ver­kehr wird es mit der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on Rhein­­land-Pfalz nicht geben. Nach­dem sich die CDU-Par­la­­men­­ta­­ri­er bereits im zustän­di­gen Aus­schuss gegen eine sol­che Pra­xis aus­ge­spro­chen haben, wird das The­ma auf Betrei­ben des CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Wal­ter Wirz (Ade­nau) auch Gegen­stand der anste­hen­den Haus­halts­be­ra­tun­gen im Lan­de sein. Für Wal­ter Wirz, zugleich wirt­schafts­po­li­ti­scher Spre­cher sei­ner Frak­ti­on, ist die Vor­ge­hens­wei­se des Lan­des­be­triebs nicht hin­nehm­bar. Zusam­men­ge­rech­net 36 Mil­lio­nen Euro an Kre­dit­mit­teln sol­len für 2005 und 2006 nicht für Inves­ti­tio­nen in den Stra­ßen­bau, son­dern zur Finan­zie­rung lau­fen­der Per­­so­­nal- und Ver­wal­tungs­kos­ten auf­ge­wen­det werden. 

Durch das Nicht­ein­schrei­ten gegen eine sol­che Pra­xis habe das Land sei­ne ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ver­pflich­tun­gen ver­letzt. Statt einer Finan­zie­rung durch Kre­di­te sei­en Lan­des­zu­wen­dun­gen erfor­der­lich und zudem eine Prü­fung des Lan­des­be­triebs auf wirt­schaft­li­ches Ver­hal­ten. ‘Das Land soll nicht glau­ben, dass es sich durch Out­sour­cing gleich zwei­er Ver­pflich­tun­gen ent­le­di­gen kann’, begrün­det Wal­ter Wirz die Posi­ti­on sei­ner Frak­ti­on: ‘Zum einen dür­fen Kre­di­te nur für Inves­ti­ti­ons­auf­ga­ben auf­ge­nom­men wer­den und des wei­te­ren muss der Lan­des­be­trieb — ob als Abtei­lung der Lan­des­ver­wal­tung oder als eigen­stän­dig han­deln­de Orga­ni­sa­ti­on, spielt dabei kei­ne Rol­le – mit sei­nen Per­­so­­nal- und Ver­wal­tungs­kos­ten auf den Prüf­stand’. Die CDU jeden­falls wer­de das Umge­hen recht­li­cher Vor­ga­ben durch Aus­la­ge­rung auf den Lan­des­be­trieb nicht mit­tra­gen und auf die Ein­hal­tung recht­li­cher und wirt­schaft­li­cher Ver­pflich­tun­gen drängen.