6. Mai 2005

Liberale haben Vereinsförderung im Kreistag abgelehnt — CDU kritisiert merkwürdiges FDP-Verständnis

Ver­wun­dert reagiert die CDU im Kreis Ahr­wei­ler ange­sichts der Auf­ru­fe des Bad Brei­si­ger FDP-Chefs Jür­gen Bücker zum The­ma ‘Ver­eins­för­de­rung’. ‘Die Libe­ra­len haben im Vor­feld der Kreis­tags­sit­zung am 10. Dezem­ber 2004 den CDU-Antrag zur deut­li­chen Erhö­hung der Ver­eins­för­de­rung in der Pres­se mit dem Tenor kri­ti­siert, die CDU zie­he die ´Spen­dier­ho­sen‘ an,’ so der CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­de Gui­do Ernst MdL. Er betont in die­sem Zusam­men­hang, dass die CDU hier­bei kei­ne Mehr­aus­ga­ben pro­du­ziert, son­dern durch prak­ti­ka­ble Deckungs­vor­schlä­ge bei ande­ren Haus­halts­stel­len Mit­tel nur sinn­voll umge­lei­tet habe. 

Es kön­ne ja wohl ange­sichts die­ser Tat­sa­chen nicht sein, dass FDP-Mann Bücker in der Pres­se als Sach­wal­ter der Ver­ei­ne im Kreis Ahr­wei­ler auf­tre­te, so Ernst. Wenn sich auch die FDP die Ver­eins­för­de­rung neu­er­dings auf ihre Fah­nen schrei­be, so sei das ist eigent­lich lobens­wert. Ange­sichts der Vor­ge­schich­te mute der jet­zi­ge Hin­weis an die Ver­ei­ne, den För­der­topf zu nut­zen, — um es gelin­de zu sagen — eigen­ar­tig an. FDP-Mann Bücker behaup­tet zudem, dass 1.000 Euro in der Kreis­kas­se für die Ver­ei­ne zur Ver­fü­gung stän­de. Woher die­se Zahl stammt, wis­se die FDP wohl selbst nicht, so die Kreis-CDU. Jeden­falls sei sie falsch. Rich­tig ist hin­ge­gen: Die För­de­rung rich­tet sich nach den zuwen­dungs­fä­hi­gen Gesamt­kos­ten der Ver­eins­pro­jek­te und ist damit varia­bel. Geför­dert wer­den die Anschaf­fung von Gerä­ten und ver­eins­ei­ge­nen Anla­gen bis zu 1.100 Euro, Bau­maß­nah­men bis zu 5.000 Euro sowie Fort­bil­dungs­maß­nah­men in ver­schie­de­nen Förderhöhen.

‘Es war stets CDU-Poli­­tik, die Ver­ei­ne im Kreis auch bei knap­per wer­den­den Mit­teln zu för­dern und durch­ge­hend wur­de dies von der FDP bekämpft’, ergänzt der CDU-Frak­­ti­on­s­­chef im Kreis­tag, Karl-Heinz Sund­hei­mer. Jeder hier inves­tier­te Euro zah­le sich mehr­fach aus: das Ehren­amt wer­de aner­kannt, Wer­te für die Ver­eins­ar­beit wer­den geschaf­fen, Kin­der und Jugend­li­che wer­den betreut und der öffent­li­chen Hand blei­ben Aus­ga­ben erspart, weil sie selbst kei­ne Gel­der für Freizeit‑, Sport- und Musik­för­de­rung ein­set­zen muss, weil eben die Ver­ei­ne dies über­neh­men. ‘Wir wer­den in aller Deut­lich­keit unse­ren Ver­ei­nen sagen, wer ihr Sach­wal­ter im Kreis­tag ist und dass die FDP bis­lang hier­zu nichts Kon­struk­ti­ves bei­getra­gen hat,’ bekräf­tigt Sund­hei­mer abschließend.