6. Mai 2005

Liberale betreiben Irreführung der Öffentlichkeit — CDU-Fraktionsvorsitzender Sundheimer: FDP will Vereinen schaden

Mit Unver­ständ­nis reagiert die CDU-Frak­­ti­on im Kreis Ahr­wei­ler auf die Atta­cken der FDP im Vor­feld der Haus­halts­be­ra­tun­gen zum Kreis­haus­halt 2005. Der Vor­sit­zen­de der CDU Kreis­tags­frak­ti­on, Karl-Heinz Sund­hei­mer, erin­nert dar­an, dass die FDP den Schul­bau­in­ves­ti­tio­nen im Schul­bau­pro­gramm des Krei­ses in den Haus­hal­ten der ver­gan­ge­nen Jah­re immer zuge­stimmt habe. Die FDP-Poli­­ti­­ker wüss­ten genau, dass sich die zusätz­li­che Ver­schul­dung des Krei­ses in den letz­ten 4 Jah­ren genau nur aus den Maß­nah­men der Schul­bau­sa­nie­run­gen und Schul­bau­in­ves­ti­tio­nen erge­be. Es sei dem­zu­fol­ge eine bewuss­te Irre­füh­rung der Öffent­lich­keit, hier die CDU als Schul­di­gen für die Schul­den des Land­krei­ses dar­stel­len zu wol­len. Beim Schul­bau­pro­gramm habe es kei­ne Dif­fe­ren­zen im Kreis­tag gege­ben und die FDP wol­le nun nicht mehr zu ihren Ent­schei­dun­gen ste­hen. ‘Das ist in hohem Maße heuch­le­risch’, so Sundheimer. 

Wie­der ein­mal woll­ten Ulrich van Beb­ber, Graf Rode­rich von Spee und Hans-Joa­­chim Sei­del von der kata­stro­pha­len Finanz­po­li­tik des Lan­des ablen­ken, in der ihre Par­tei­freun­de Ver­ant­wor­tung tra­gen und bei der die FDP, die den Wirt­schafts­mi­nis­ter stellt, ein­deu­tig mit­schul­dig sei für die schlim­me finan­zi­el­le Lage von Krei­sen und Gemein­den in Rhein­­land-Pfalz. Allein im Kreis Ahr­wei­ler ste­hen zum jet­zi­gen Zeit­punkt noch 5,5 Mil­lio­nen Euro der eigent­lich schon fäl­li­gen Lan­des­zu­schüs­se, ins­be­son­de­re für den Schul­bau aus. Der Kreis müs­se die­se vor­fi­nan­zie­ren und aus dem lau­fen­den Haus­halt zusätz­li­che Zin­sen zah­len. ‘Herr van Beb­ber soll­te sein Ener­gie ein­mal dar­auf ver­wen­den, in Mainz für die Aus­zah­lung die­ser Gel­der zu werben.’ 

Außer­dem berück­sich­ti­ge die FDP nicht die Tat­sa­che, dass im Kreis Ahr­wei­ler der Haus­halt aus­ge­gli­chen sei und auch aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren kei­ne Defi­zi­te auf­zu­ar­bei­ten sei­en, betont Karl-Heinz Sund­hei­mer. Dies sei in ande­ren Land­krei­sen völ­lig anders, da man die­se Defi­zi­te zu den Schul­den der Land­krei­se hin­zu­ad­die­ren müsse. 

Ent­setzt ist die CDU, wenn die FDP Ver­tre­ter bei der Erhö­hung der Ver­eins­för­de­rung von ‘Spen­dier­ho­sen’ und ‘Kli­en­tel­po­li­tik’ spre­chen. Ers­tens sei es neu, so Sund­hei­mer, dass die Ver­ei­ne nur als Kli­en­tel der CDU ange­se­hen wür­den. Sei­ner Ansicht nach sei­en hier enga­gier­te Bür­ger aus unter­schied­li­chen poli­ti­schen Lagern ver­tre­ten. Ande­rer­seits sei die Ver­eins­för­de­rung die bes­te Jugendförderungs‑, Kul­­tur- und Gesell­schafts­po­li­tik, die ein Kreis machen kön­ne. Die Effi­zi­enz jedes hier ein­ge­setz­ten Euros ver­zehn­facht sich in die­sem Bereich, so der CDU-Frak­­ti­on­s­­vor­­­si­t­­zen­­de, da hier ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment vie­ler enga­gier­ter Bür­ger gestärkt und aner­kannt wer­de. In einer Zeit, in der es immer schwie­ri­ger wer­de, Ehren­amt­ler für die Ver­ei­ne zu fin­den, Spen­den zu erhal­ten und Mit­glieds­bei­trä­ge zu erhö­hen, müs­se die öffent­li­che Hand hier hel­fen, so weit und so lan­ge sie dies kön­ne. Der dahin­ge­hen­de Vor­schlag der CDU sei im Übri­gen im Ver­mö­gens­haus­halt durch Ein­spa­run­gen an ande­rer Stel­le gedeckt. Wenn die FDP sich hier ver­wei­ge­re und damit den Ver­ei­nen scha­den wol­le, sei dies sehr zu bedau­ern und ihre eige­ne Ent­schei­dung, jedoch nicht mehr­heits­fä­hig im Land­kreis Ahrweiler.