6. Mai 2005

DFB-Chef Dr. Theo Zwanziger Ehrengast — Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbandes in Breisig

[I]Auch Ahr­kreis soll von der Fuß­­ball-WM pro­fi­tie­ren [/I]

‘Wir wer­den 2006 Fuß­ball­welt­meis­ter’, da war sich Theo Zwan­zi­ger, Prä­si­dent des Deut­schen Fuß­ball­bun­des (DFB) ges­tern beim Neu­jahrs­emp­fang der Kreis- CDU im Bad Brei­si­ger Rhein­ho­tel ‘Vier Jah­res­zei­ten’ völ­lig sicher. Die Welt­meis­ter­schaft soll ein Ereig­nis für alle Bür­ger werden.

Obwohl Hotels und Sport­stät­ten des Ahr­krei­ses nicht als Stand­ort für eine der Teil­neh­mer­mann­schaf­ten der Fuß­ball­welt­meis­ter­schaft (WM) 2006 aus­ge­sucht wur­den, soll das erhoff­te Geschäft nicht am Ahr­kreis vor­bei­ge­hen, erläu­ter­te der DFB-Prä­­si­­dent Theo Zwan­zi­ger vor den knapp 500 Gäs­ten des Neu­jahrs­emp­fan­ges. Nach Unter­su­chung von rund 800 Hotels quer durch die Repu­blik habe der DFB als Gast­ge­ber einen Kata­log her­aus­ge­ge­ben, in dem mög­li­che Quar­tie­re für die Natio­nal­mann­schaf­ten auf­ge­führt sind. Aus Platz­grün­den, Grün­den der Sicher­heit sowie der Zugäng­lich­keit fan­den dar­in die Hotels der Kreis­stadt kei­nen Platz. ‘Wir haben die Welt zu Gast’, so Zwan­zi­ger, und für die vie­len Tou­ris­ten, die Beglei­ter der Mann­schaf­ten, WM-Fun­k­­ti­o­­ner und Pres­se­ver­tre­ter müss­ten eben­falls aus­rei­chend Quar­tie­re in Sta­di­onnä­he zur Ver­fü­gung ste­hen. ‘Ich wer­de mich per­sön­lich dar­um küm­mern, dass die­se Regi­on nicht zu kurz kommt, sie hat es ver­dient’, so Zwan­zi­ger im Vor­feld des Neujahrsempfanges.

Eine gro­ße WM-Par­­ty könn­te nach Zwan­zi­gers Wor­ten auch in den Städ­ten des Ahr­krei­ses stei­gen, obwohl Ein­tritts­kar­ten für die Sta­di­en knapp sind. ‘Wir kön­nen nicht die Welt nach Deutsch­land ein­la­den, sie aber dann vor den Sta­di­en ste­hen las­sen’, so der DFB-Prä­­si­­dent. Trotz­dem soll die Fas­zi­na­ti­on WM alle ergrei­fen. Die Gesell­schaft ‘Infront’, wel­che die Fern­seh­ver­mark­tungs­rech­te hat, wird des­halb die Über­tra­gungs­rech­te an Städ­te kos­ten­los abge­ben, die in den Zen­tren auf Groß­lein­wän­den die Spie­le über­tra­gen. Fes­te und Par­tys drum­her­um könn­ten die auf­zu­brin­gen­den Kos­ten für die not­wen­di­ge Tech­nik spie­lend wie­der ein­brin­gen. WM-Par­­ty im Groß­for­mat auf dem Markt­platz in Ahr­wei­ler, auf dem Platz an der Lin­de in Bad Neuen­ahr oder dem Sin­zi­ger Kirch­platz, sie könn­ten die WM zu einem ech­ten, fried­li­chen Volks­fest machen und den Gäs­ten aus aller Welt zei­gen, dass das ver­ein­te Deutsch­land ein freund­li­ches, lie­bens­wer­tes Land ist.

Zu Beginn der Ver­an­stal­tung hat­te CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­der Gui­do Ernst sym­bo­lisch mit sei­nen Gäs­ten auf ein gutes, neu­es Jahr ange­sto­ßen und einen kur­zen poli­ti­schen Rund­schlag gewagt. ‘Kon­zen­trie­ren wir uns mehr auf den poli­ti­schen Geg­ner und las­sen wir das Geran­gel um Per­so­nen’, so die Auf­for­de­rung an sei­ne eige­ne Par­tei. Deutsch­land brau­che eine star­ke CDU und mit einer star­ken Par­tei blie­be auch der Kreis Ahr­wei­ler stark.

[I]Ehrungen für Ehren­amt­lern aus Brohl-Lüt­­zing, Graf­schaft und Remagen[/I]

Im Ver­lauf des Emp­fan­ges wur­den mit Gabrie­le Lad­zinski aus Rema­gen, Josef Schmidt aus Holz­wei­ler sowie Lud­wig Bröhl aus Brohl-Lüt­­zing drei Mit­glie­der beson­ders geehrt, die sich in vie­len Jah­ren in den ver­schie­dens­ten Ehren­äm­tern um die Gemein­schaft ver­dient gemacht haben.

Die Lau­da­tio für Lud­wig Bröhl hielt der CDU-Vor­­­si­t­­zen­­de Micha­el Schä­fer (Brohl-Lüt­­zing): Lud­wig Bröhl ist am 2. Novem­ber 1944 gebo­ren und wohnt in Brohl-Lüt­­zing. Die Nach­kriegs­zeit und der Auf­bau der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land präg­ten die Jugend­li­chen in den fünf­zi­ger und sech­zi­ger Jah­ren des letz­ten Jahr­hun­derts. Lud­wig Bröhl, war und ist ein Fuß­ball­an­hän­ger sei­ner Hei­mat­mann­schaft dem ‘VfL Brohl’, für die er vie­le Jah­re aktiv mit­wirk­te. Heu­te gehört er der Alten-Her­­ren Abtei­lung an. Der Fami­li­en­va­ter enga­gier­te sich in den Eltern­bei­rä­ten des hei­mi­schen Kin­der­gar­tens und der ört­li­chen Grund­schu­le. Sein beruf­li­cher Weg führ­te ihn zum Finanz­amt. Das Herz die­ses ver­dien­ten Ehrenamtler’s hängt aber auch am rhei­ni­schen Kar­ne­val und hier ist er von Köln bis Mainz bekannt. Dem Gemein­de­rat von Brohl-Lüt­­zing gehör­te er 13 Jah­re an und war in eini­gen Gemein­de­aus­schüs­sen akti­ver Mit­strei­ter. Im Vor­stand der CDU-Brohl-Lüt­­zing war Lud­wig Bröhl von 1993 bis 2000 mit dem Amt des Schatz­meis­ters betraut.

Die Lau­da­tio für Josef Schmidt hielt der CDU-Vor­­­si­t­­zen­­de Micha­el Schnei­der (Graf­schaft): Josef Schmidt, geb. 13. März 1925, wohn­haft in Graf­­schaft-Hol­z­­wei­­ler, erblin­de­te bereits mit jun­gen Jah­ren im zwei­ten Welt­krieg und hat trotz die­ses schwe­ren Schick­sals­schla­ges eine beein­dru­cken­de Lebens­leis­tung vor­zu­wei­sen. Her­vor­zu­he­ben ist dabei, dass sein Lebens­mut, sich trotz der Behin­de­rung vor allem auch für die Mit­men­schen ein­zu­set­zen, bei­spiel­ge­bend ist. Im Jahr 1975 wag­te er mit sei­ner Frau Hei­di Schmidt den Schritt, eine damals völ­lig neu­ar­ti­ge Kon­zep­ti­on umzu­set­zen und grün­de­te in Holz­wei­ler die ‘Pan­or­a­­ma-Sau­­na’. Im Vor­griff auf eine Ent­wick­lung, die man spä­ter erst als Frei­zeit­ge­sell­schaft bezeich­nen soll­te, schaff­te er einen Erho­lungs­be­reich, der ein­zig­ar­tig in der nähe­ren und wei­te­ren Umge­bung ist. Die Pan­or­a­­ma-Sau­­na ist mit mitt­ler­wei­le 80 Mit­ar­bei­tern größ­ter Arbeit­ge­ber der Gemein­de Grafschaft.

Die akti­ve Gestal­tung sei­ner Hei­mat, beson­ders sei­nes Hei­mat­or­tes Holz­wei­ler, lag Josef Schmidt immer sehr am Her­zen. Daher grün­de­te er mit Gleich­ge­sinn­ten im Jahr 1968 den Ver­schö­ne­rungs­ver­ein ‘Obe­res Swist­bach­tal’, dem er bis heu­te – also seit 37 Jah­ren — als 1. Vor­sit­zen­der lei­tet. In die­sem Zeit­raum wur­den bis heu­te hohe Geld­sum­men in diver­se Ver­­­schö­­ne­­rungs- und Pfle­ge­maß­nah­men in den Orten Holz­wei­ler, Esch und Vet­tel­ho­ven inves­tiert. Wei­ter­hin hat er sich in zahl­rei­chen ört­li­chen und über­ört­li­chen Ver­ei­nen als Mit­glied, Gön­ner und Mäzen hervorgetan.

Bei der Ent­wick­lung der Gemein­de­part­ner­schaft von Graf­schaft zum fran­zö­si­schen Fau­­vil­­le-en-Caux war Josef Schmidt eine der Trieb­fe­dern und gehör­te von 1984 bis 1994 dem Part­ner­schafts­vor­stand an. Hier war er vor allem auch groß­zü­gi­ger För­de­rer der Kon­tak­te durch finan­zi­el­le Zuwen­dun­gen. In die­sem Rah­men erhielt er auch den fran­zö­si­schen Kran­ken­haus­or­den für die groß­zü­gi­ge Aus­stat­tung von Hos­pi­tä­lern und Alten­hei­men in der Partnergemeinde.

Kom­mu­nal­po­li­tisch hat sich Josef Schmidt seit den sieb­zi­ger Jah­ren enga­giert, er ist CDU-Mit­­­glied seit 1972. Er war wäh­rend drei Wahl­pe­ri­oden Mit­glied des Ort­bei­ra­tes von Holz­wei­ler, davon eine Wahl­pe­ri­ode stell­ver­tre­ten­der Ortsvorsteher.

Josef Schmidt erhielt im Jahr 1994 die Ehren­na­del des Lan­des Rhein­­land-Pfalz aus der Hand von Minis­ter­prä­si­dent Scharping.

[list][*][URL=https://www.cdu-aw.de/download/schmi_re.pdf]Der Text der Rede zu Josef Schmidt hier zum Download[/URL][/list] Die Lau­da­tio für Gabrie­le Lad­zinski kam vom CDU-Vor­­­si­t­­zen­­den Klaus-Jür­­gen After (Remagen):Gabriele Lad­zinski, gebo­ren am 25. Dezem­ber 1945, ist wohn­haft in Rema­gen. Nach ihrer Rück­kehr aus den USA war sie meh­re­re Jah­re im Stadt­teil Kripp wohn­haft und enga­gier­te sich im dor­ti­gen CDU-Orts­­ver­­­band. Dem Orts­bei­rat von Kripp gehör­te sie sechs Jah­re an. Heu­te wohnt sie wie­der in der Kern­stadt, und ist die Vor­sit­zen­de der Frau­en-Uni­on von Rema­gen. Gabrie­le Lad­zinski Anlie­gen ist es, dass die täg­li­chen Sor­gen und Nöte der Frau­en und Müt­ter in den kom­mu­na­len Räten der Städ­te und Gemein­den stär­ker Gehör fin­den mögen. Dies war für sie der Grund, sich der CDU anzu­schlie­ßen. Durch ihre Mit­glied­schaft im Orts­bei­rat von Rema­gen von 1995 bis heu­te ist sie auch hier wie­der­um über neun Jah­re tätig. Dem Kreis­tag Ahr­wei­ler gehör­te sie von 2002 bis 2004 an.