6. Mai 2005

Bürger traten brachial ‘in die Eisen’ — Fahrsicherheitstraining der Kreis-CDU

Ernüch­ternd war die ers­te Fest­stel­lung des Fahr­leh­rers: ‘Der Mensch ist im Stra­ßen­ver­kehr die Schwach­stel­le. Er ist nicht für hohe Geschwin­dig­kei­ten geschaf­fen, reagiert in Extrem­si­tua­tio­nen oft falsch und ver­lässt sich zu sehr auf die ver­meint­lich siche­re Tech­nik. Heinz-Peter Ganz von der Ver­kehrs­wacht May­­en-Koblenz erläu­ter­te den Teil­neh­mern eines Fahr­si­cher­heits­trai­nings auf der ‘Fahr‑, Trai­­nings- und Test­an­la­ge’ in Graf­­schaft-Lan­­ter­s­ho­­fen jedoch auch die Zusam­men­hän­ge zwi­schen Beschleu­ni­gen, Brem­sen und Len­ken, sowie die Kräf­te, die in die­sen Situa­tio­nen auf das Fahr­zeug wirken. 

Die Teil­neh­mer, zum Teil sel­ber bereits ‘unfaller­fah­ren’ und dadurch viel­fach ver­un­si­chert, hat­te der CDU-Kreis­­ver­­­band Ahr­wei­ler zu Fahr­übun­gen auf die Graf­schaf­ter Anla­ge gela­den, und der Vor­sit­zen­de der Par­tei auf Kreis­ebe­ne, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Gui­do Ernst stell­te fest, dass sich die­ses Ange­bot seit über 15 Jah­ren gro­ßer Beliebt­heit erfreut. Auf der Übungs­pis­te wur­den danach ein­fa­che Phä­no­me­ne der Fahr­phy­sik erläu­tert und im Wech­sel mit den theo­re­ti­schen Ein­füh­run­gen Fahr­zeug­re­ak­tio­nen getes­tet und das rich­ti­ge Ver­hal­ten hin­ter dem Lenk­rad geprobt.

Zuerst hat­ten die Män­ner und Frau­en eine Hemm­schwel­le zu über­win­den, um für eine Voll­brem­sung wirk­lich bra­chi­al ‘in die Eisen’ zu stei­gen. Es folg­ten Varia­tio­nen auf nas­ser und ver­eis­ter Fahr­bahn bis hin zum Aus­wei­chen von Hin­der­nis­sen. Etli­che Dre­her und vie­le ver­dutz­te Gesich­ter waren ob der Reak­ti­on der Fahr­zeu­ge zu beob­ach­ten. Am Ende des Tages stimm­ten die Teil­neh­mer der ein­gangs gemach­ten Behaup­tung zu: Der Mensch ist tat­säch­lich die Schwach­stel­le, aber durch vor­sich­ti­ge Fahr­wei­se und rich­ti­ge Reak­tio­nen kön­nen Extrem­si­tua­tio­nen bes­ser gemeis­tert werden.