9. Febru­ar 2026

Petra Schneider MdL hatte ins Schloss eingeladen — Bundestagpräsidentin Julia Klöckner MdB zu Gast in Burgbrohl: „Mut zum Dialog“ gehört mehr denn je zur Demokratie

Zum poli­ti­schen „Bür­ger­dia­log“ auf Schloss Burgb­rohl hat­te die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te und CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­de Ahr­wei­ler Petra Schnei­der ein­ge­la­den und 80 Gäs­te, dar­un­ter vie­le inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, waren gekom­men. Gast des Tages war die Bun­des­tags­prä­si­den­tin und CDU-Bun­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te aus Bad Kreuz­nach, Julia Klöck­ner. Wei­ter konn­te Petra Schnei­der ihren CDU-Lan­d­­tags­­­kol­­le­­gen Horst Gies, die CDU-Bun­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil, die Ver­bands­bür­ger­meis­ter Johan­nes Bell und Mar­cel Cas­pers sowie Bei­geord­ne­te und Orts­bür­ger­meis­ter aus den Kom­mu­nen des Krei­ses Ahr­wei­ler begrü­ßen. Die Geschäfts­füh­re­rin des Schloss­ho­tels, Alex­an­dra Heuft, zeigt sich in ihrem Gruß­wort sicht­lich erfreut, die zweit­höchs­te Reprä­sen­tan­tin des Staa­tes begrü­ßen zu können.

Julia Klöck­ner kon­zen­trier­te sich in ihrem Rede­bei­trag vor allem auf den Zustand der par­la­men­ta­ri­schen Demo­kra­tie in Deutsch­land. Die­se wer­de zuneh­mend auch durch kon­fron­ta­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung in den Sozia­len Medi­en beein­flusst. Im Par­la­ment wer­de der Ton eben­falls deut­lich rau­er, weil vor allem extre­me Rech­te und Lin­ke sich gegen­sei­tig hoch­schau­keln. Daher sei es für die poli­ti­schen Kräf­te der Mit­te wich­tig, einen offe­nen und kon­struk­ti­ven Dia­log mit poli­ti­schen Geg­nern zu füh­ren. Erfor­der­lich sei es auch, dass mehr Men­schen sich poli­tisch enga­gie­ren. Sor­ge berei­ten ihr auch die zuneh­men­den Anfein­dun­gen gegen­über ehren­amt­li­chen Kom­mu­nal­po­li­ti­kern, was dazu füh­re, dass in man­chen Berei­chen kaum noch Per­so­nen als Bür­ger­meis­ter oder Rats­mit­glie­der zu gewin­nen seien.

In der anschlie­ßen­den leb­haf­ten Dis­kus­si­on zeig­te sich, dass Julia Klöck­ner ger­ne eine kla­re und offe­ne Spra­che spricht. Kom­mu­na­le Ver­tre­ter for­dert mehr Spiel­räu­me bei der Gestal­tung vor Ort, sowohl was die Ent­las­tung bei büro­kra­ti­schen Auf­la­gen als auch bei der Finanz­aus­stat­tung durch das Land betrifft. Auch der „Dschun­gel an För­der­pro­gram­men“ wur­de ange­spro­chen, mit dem das Land die Mit­tel stets zweck­ge­bun­den nach eige­ner polit­si­cher Aus­rich­tung ver­ge­be, anstatt die Kom­mu­nen mit einer aus­rei­chen­den Finanz­aus­stat­tung zu ver­se­hen. Die Par­la­men­ta­rie­rin aus Bad Kreuz­nach for­dert die kom­mu­na­len Ver­tre­ter auf, ihre Stim­me lau­ter zu erhe­ben. Horst Gies sprach die hohen Rück­la­gen im Lan­des­haus­halt an, die dazu gedacht sei­en, Wahl­ge­schen­ke zu finan­zie­ren, anstatt sie den not­lei­den­den Kom­mu­nen zur Ver­fü­gung zu stellen.

Zur Spra­che kam auch die bes­se­re För­de­rung des Ehren­am­tes. Mecht­hild Heil ver­wies aktu­ell auf die Ein­schrän­kun­gen bei den anste­hen Kar­ne­vals­um­zü­gen, wo zu hohe tech­ni­sche Anfor­de­run­gen an die Zug­ma­schi­nen gestellt wür­den, so dass Prunk­wa­gen von den Ver­ei­nen fast gar nicht mehr zu bezah­len sei­en. Petra Schnei­der ging in ihrer Stel­lung­nah­me zur Gesund­heits­ver­sor­gung­dar­auf ein, dass die Lan­des­re­gie­rung bei der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung in Rhein­­land-Pfalz ihre Haus­auf­ga­be nicht gemacht habe. Duch einen Mit­tel­an­satz im Lan­des­haus­halt wäre es zu ver­hin­dern gewe­sen, dass das Kran­ken­haus in Rema­gen – so wie eini­ge ande­re im Bun­des­land – in die Insol­venz gehen muss­te, bevor mit der Reform des Bun­des ab 2027 die Umstruk­tu­rie­run­gen gezielt ablau­fen kön­nen. Schnei­der dank­te Klöck­ner zum Abschluss mit einem Wein­prä­sent für Ihren enga­gier­ten Vor­trag, der von den Gäs­ten mit viel Applaus ver­se­hen wurde.