11. Dezem­ber 2006

Biomasse-Masterplan für den Landkreis Ahrweiler — Karl-Heinz Sundheimer, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion Ahrweiler

Die CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on sieht in dem Bereich Bio­mas­se gro­ße Zukunfts­po­ten­zia­le. Ihrer Auf­fas­sung nach wäre des­halb die Initi­ie­rung und Umset­zung eines zen­tra­len Bio­mas­se­hofs ein bedeu­ten­der Schritt in der Umset­zung einer Stra­te­gie zur Akti­vie­rung von Bio­mas­se. Des­halb bean­tragt die CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on in der Kreis­tags­sit­zung das Insti­tut für ange­wand­tes Stoff­strom­ma­nage­ment (IfaS) Bir­ken­feld auf Basis des Bio­­­mas­­se-Mas­­ter­­plans für den Land­kreis Ahr­wei­ler mit der Erstel­lung eines Stan­d­ort- und Betriebs­kon­zepts für einen zen­tra­len Bio­mas­se­hof unter der Regie des Abfall­wirt­schafts­be­trie­bes zu beauftragen.

Begründung:

Schon seit eini­ger Zeit zeigt sich die CDU Sei­te an Sei­te mit dem Land­rat unse­res Krei­ses offen für öko­lo­gi­sche Pro­jek­te und Wei­ter­ent­wick­lung sowohl im Bereich erneu­er­ba­re Ener­gien als auch in einer umwelt­ver­träg­li­chen und den­noch für den Bür­ger finan­zier­ba­ren Abfall­wirt­schaft. Hier freu­en wir uns über die Zusam­men­ar­beit mit ande­ren Frak­tio­nen. Den­ken aber auch durch­aus eigen­stän­dig. Wir benö­ti­gen kei­ne Nachhilfe.

Das Insti­tut für ange­wand­tes Stoff­strom­ma­nage­ment (IfaS) am Umwelt­cam­pus Bir­ken­feld der Fach­hoch­schu­le Trier wird in Kür­ze den Bio­­­mas­­se-Mas­­ter­­plan für den Land­kreis Ahr­wei­ler vor­le­gen, der die Mög­lich­kei­ten alter­na­ti­ver Ener­gie­ge­win­nung ange­sichts der hier vor­han­de­nen Poten­zia­le an Holz, Grün­schnitt, Gül­le, land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­ten und sons­ti­gen orga­ni­schen Rest­stof­fen aufzeigt.
Wir sehen in dem Bereich Bio­mas­se gro­ße Zukunfts­po­ten­zia­le. Des­halb wäre nach unse­rer Auf­fas­sung die Umset­zung eines zen­tra­len Bio­mas­se­hofs ein bedeu­ten­der Schritt in der Wei­ter­ver­fol­gung der Stra­te­gie zur Akti­vie­rung von Biomasse.

Bereits heu­te ver­zeich­net unser Abfall­wirt­schafts­be­trieb ein jähr­li­ches Auf­kom­men an Grün­ab­fäl­len (Baum‑, Strauch, Gras­schnitt, usw.) in einer Grö­ßen­ord­nung von rund 2.000 Ton­nen. Auf die­ser Basis sol­len Mög­lich­kei­ten einer effi­zi­en­ten Logis­tik und Kon­fek­tio­nie­rung zur Umwand­lung und Bereit­stel­lung von Bio­mas­sen als nutz- und ver­markt­ba­re Ener­gie­trä­ger über­prüft wer­den. Dabei ist auch eine Abstim­mung mit ähn­li­chen bzw. sich ergän­zen­den Initia­ti­ven, etwa im Rah­men des Regio­nal­ma­nage­ments (z.B. Pro­jekt Holz­ener­gie­lo­gis­tik) anzustreben.

Im Rah­men des vom Insti­tut für ange­wand­tes Stoff­strom­ma­nage­ment zu erstel­len­den Kon­zep­tes soll ein geeig­ne­ter Stand­ort gefun­den und im Rah­men einer Wirt­schaft­lich­keits­über­prü­fung auf sei­ne Eig­nung zur Eta­blie­rung eines zen­tra­len Bio­mas­se­hofs mit dem Ziel des Auf­bau einer zen­tra­len Bio­­en­er­­gie- und Roh­stofflo­gis­tik unter­sucht wer­den. Ins­be­son­de­re soll hier­bei geprüft wer­den, ob damit lang­fris­tig neue Ein­nah­me­quel­len für den Abfall­wirt­schafts­be­trieb erschlos­sen wer­den können.
Die Kos­ten der Erstel­lung eines sol­chen Stan­d­ort- und Betriebs­kon­zepts belau­fen sich auf rund 25.000 Euro, deren Finan­zie­rung im Rah­men des Wirt­schafts­plans des Abfall­wirt­schafts­be­trie­bes erfolgt.